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Reise- und Sicherheitshinweis: Philippinen

Karte
Philippinen

Stand 25.07.2017
(Unverändert gültig seit: 25.07.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Aktuelle Hinweise

Nach schweren Kämpfen der philippinischen Sicherheitskräfte mit terroristischen Gruppen in Marawi gilt in ganz Mindanao bis zum 31. Dezember 2017 Kriegsrecht. Diese Maßnahme beinhaltet u.a. die Einführung von Ausgangsperren, die Einrichtung von Militärposten sowie die Aussetzung der Habeas-Corpus-Rechte (Grundsatz der unverzüglichen Haftprüfung vor Gericht).

In mehreren Regionen des Landes besteht die Gefahr terroristischer Anschläge und von Entführungen, sowohl zu Land als auch zur See. Reisenden wird geraten, besonders vorsichtig zu sein, Reise- und Ausflugspläne ggfs. nochmals zu überdenken und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.

Drogenbesitz und Drogenhandel werden von den philippinischen Behörden unnachgiebig bekämpft. Der Besitz oder Konsum auch geringer Mengen von Drogen wird strikt geahndet.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Terrorismus und Entführungskriminalität
Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:

  • Zamboanga Peninsula (Region IX)·
  • Northern Mindanao (Region X)·
  • Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City·
  • Soccsksargen (Region XII)·
  • Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan)·
  • Sulu-See·
  • Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)

Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See und den übrigen Regionen von Palawan wird abgeraten.

In diesen Gebieten sind unterschiedliche Gruppen von islamistischen Terroristen und Rebellen aktiv, es kommt immer wieder zu Anschlägen sowie Kampfhandlungen mit der philippinischen Armee und Sicherheitskräften. So gibt es seit mehreren Wochen massive Gefechte mit zahlreichen Todesopfern in und um Marawi.

Die in der Region operierende islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf ist für Entführungen und Ermordungen vor allem auf Mindanao und in der Sulu-See verantwortlich und zielt vermehrt auf ausländische Entführungsopfer. Am 26. Februar 2017 wurde von ihr eine deutsche Geisel ermordet, nachdem sie bereits im November 2016 in der Sulu-See verschleppt und die Reisegefährtin getötet worden war. Auch ortskundige Ausländer sind dort derzeit besonders gefährdet.

Terroristische Anschläge und Entführungen können im gesamten Gebiet der Philippinen nicht ausgeschlossen werden.

Im April 2017 ist es in Bohol und Umgebung und in Davao zu Gefechten zwischen schwerbewaffneten Gruppen und philippinischen Sicherheitskräften gekommen. In Manila im Stadtteil Quiapo kam es im selben Zeitraum wiederholt zu Bombenanschlägen. Veranstaltungen und Orte großer Menschenansammlungen sind besonders gefährdet.

Die philippinische Polizei wurde am 1. Dezember 2016 landesweit bis auf weiteres in eine erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und seit dem 3. September 2016  besteht landesweit ein „State of Lawlessness“, der die philippinische Armee mit dem Recht zur Ausübung polizeilicher Aufgaben ausstattet.

Reisende sollten sich stets über die Sicherheitslage vor Ort informieren und Warnmeldungen der Behörden bzw. aus den örtlichen Medien ernst nehmen.
Es wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, damit in einem Notfall unverzüglich Kontakt aufgenommen werden kann.

Naturkatastrophen
Die Philippinen werden jährlich von ca. 20 Taifunen getroffen. In der Region muss mit Erd- und Seebeben sowie Tsunamis gerechnet werden. Vor allem in der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis November andauert, kommt es immer wieder zu örtlich heftigen Regenfällen, die mit Überschwemmungen und Erdrutschen einhergehen können. Dabei kann es zu Unterbrechungen in der öffentlichen Versorgung und zu Flugausfällen kommen. Da sich die Wetterlage in den Philippinen mitunter ohne Vorwarnung ändert, sollten sich Reisende regelmäßig in den Medien informieren. Wetternachrichten, insbesondere Taifunwarnungen, können auf der Website des philippinischen Wetterdienstes „Pagasa“ www.pagasa.dost.gov.ph/ abgerufen werden.

Zudem sind auf den Philippinen eine Reihe aktiver Vulkane zu finden.
Informationen der philippinischen Vulkan- und Erdbebenwarte (PHILVOLCS) können unter http://www.phivolcs.dost.gov.ph/ abgerufen werden. Dort werden auch Tsunamiwarnungen und Informationen zu vulkanischen Aktivitäten und Sperrungen von Gebieten veröffentlicht.

Kriminalität
Auf den Philippinen wird ein harter „Krieg gegen Drogen“ geführt, dem seit Juli 2016 bereits über 7.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Die eindringlichen Warnungen der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe möglich, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt) sollten unbedingt befolgt werden.

Die allgemeine Kriminalitätsrate, einschließlich schwerer Gewaltverbrechen, ist hoch.

Reisende sollten es vermeiden, die Aufmerksamkeit durch öffentlich sichtbar getragene Wertgegenstände auf sich zu lenken oder größere Bargeldbeträge bei sich zu tragen.
Es wird empfohlen, bei Fahrten mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und die Fenster zu schließen. Ebenso wird geraten, keine Nahrung und Getränke von Fremden anzunehmen (Gefahr von K.O.-Tropfen) und in Gesellschaft bei Alkoholkonsum (Strandpartys) vorsichtig zu sein, da unvermittelt Gewalttätigkeit ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen kann. Angebote von Fremden zu Touristenführungen, wie auch die Mitnahme von Gepäckstücken (insbesondere bei inländischen und internationalen Flügen), sollten abgelehnt werden. Es sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen Polizisten, aufgrund angeblicher Ordnungswidrigkeiten, erpresserischen Druck auf Ausländer ausgeübt haben.

Seereisen
Fahrten mit Fähren sollten vermieden werden, wenn andere Reisemöglichkeiten bestehen. Fähren sind häufig überladen, nicht immer mit ausreichend Rettungsbooten ausgestattet, oft unzureichend gewartet und relativ gering gesichert.
Auf die Reisewarnung für die Sulu-See und Mindanao-See wird nochmals hingewiesen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

LaCita Reise- und Sicherheitshinweis
Herausgeber: pIL: hudy99
Besitzer: pIL: hudy99
Publiziert am: 01.05.2012 08:17
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