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Gast auf HUDY.DE 

Reise- und Sicherheitshinweis: Kolumbien

Karte
Kolumbien

Stand 28.06.2017
(Unverändert gültig seit: 28.06.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise (Teilentfall)
Redaktionelle Änderungen

Aktuelle Hinweise

Am 17. Juni 2017 wurde in dem beliebten Einkaufszentrum CC Andino in Bogotá ein Anschlag verübt, bei dem drei Personen getötet und mehrere verletzt wurden.
Reisende sollten besonders umsichtig sein und Hinweise der Sicherheitskräfte unbedingt befolgen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität/Terrorismus/Sicherheit
Seit dem Friedensschluss der kolumbianischen Regierung mit der Guerillagruppe FARC im Dezember 2016 hat diese ihre Aktivitäten eingestellt und befindet sich in der Demobilisierungs- und Entwaffnungsphase. Die Guerillagruppe ELN sowie andere illegale Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben jedoch weiterhin Anschläge und Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in dem entstandenen Machtvakuum. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv.

Insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens, sowie in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten mit schwacher Infrastruktur ist die staatliche Kontrolle über illegale Aktivitäten nicht gewährleistet. In den betroffenen Regionen sind Entführungen, Raub und andere Gewaltdelikte bis hin zu offenen Kämpfen krimineller Banden sowie Anschläge auf die Staatsgewalt daher jederzeit möglich. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden. Besonders betroffen sind hier die gesamte Pazifikküste, die Departamentos Chocó (außer Touristenzentrum Nuqui) und Norte de Santander. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme des oben genannten in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der Friedensschluss mit der FARC sollte jedoch nicht dazu verleiten, die weiterhin bestehenden Gefahren insbesondere außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Neben dem Gewaltpotential geht Gefahr von Landminen aus. Befestigte Straßen (=Teerstraßen, regelmäßig befahrene Schotterpisten) sollten daher außerhalb von Ortschaften nicht verlassen werden. Schon wenige Schritte neben der Piste besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter accioncontraminas.gov.co

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departement Huila und zu Ciudad Perdída im Departement Magdalena sollten nur tagsüber und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und der Gefahr terroristischer Anschläge bleibt ein  Restrisiko für die persönliche Sicherheit bestehen.

In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Cali, Cartagena, Santa Marta) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende können die  Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, verringern, in dem sie:
·         auf keinen Fall Widerstand leisten, wenn es zu einem bewaffneten Überfall kommt
·         bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Wertgegenstände und Gepäck achten
·         bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen meiden, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Abseits der Touristenzentren sollten Reisende nicht allein unterwegs sein, insbesondere wenn sie keine Ortskenntnis besitzen
·         einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden
·         auf Fahrten als Anhalter verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
·         auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck verzichten und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitnehmen
·         auf Reisen verzichten, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel nicht im Voraus fest stehen
·         Vorsicht an Geldautomaten: Geld sollte möglichst nur tagsüber in Begleitung gezogen und auf auffällige Personen in unmittelbarer Umgebung geachtet werden
·         wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) im Hotelsafe deponieren. Eine Passkopie sollte aber immer mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhandenkommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
·         Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abgestellen und keine Taschen u.ä. sichtbar auf Autositzen lassen
·         möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden annehmen und Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auf diese Weise werden Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht. Insbesondere in Bogotá häufen sich diese Fälle in letzter Zeit, lt. Zeitungsberichten statistisch alle 10 Stunden ein Angriff dieser Art.
·         keine Taxis am Straßenrand heranwinken, sondern stets ein Telefon- oder Internetservice benutzen, um ein Taxi zu bestellen (z.B. die Taxi-App TAPPSI), oder autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen benutzt werden (i.d.R. erkennbar am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Namen des Reisenden und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls besteht Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. In letzter Zeit geschah dies mehrfach sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá . Deshalb dort besser Limousinenservice(im internationalen Ankunftsbereich buchbar) oder Hoteltransfer nutzen.
·         Kreditkarten niemals aus der Hand geben. Bei der Benutzung eines Geldautomaten auf mögliche Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte überprüfen. Geld sollte generell nur tagsüber in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren abgehoben werden.

Grenzgebiet zu Venezuela
Die Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela ist nach Totalschließung 2015 seit August 2016 an den Hauptübergangsstellen für Fußgänger tagsüber wieder geöffnet. Gleichwohl bleibt bei Reisen in die Grenzregion zu Venezuela weiterhin Vorsicht geboten, eine Grenzüberquerung mit Fahrzeug ist nicht möglich. Vorübergehende Schließungen der Grenze können jederzeit kurzfristig verfügt werden, wie zuletzt im Dezember 2016 geschehen.

Naturkatastrophen
Im Bereich der Kordilleren im Westteil Kolumbiens ist mit erhöhter Erdbebengefahr zu rechnen. 

Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden. Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter Observatorios-Vulcanologicos.

Von April bis Mitte Juni und im Oktober und November ist in Kolumbien Regenzeit, in der es zu heftigen Regenfällen, häufig mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommt. Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen sind bei der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz UNGRD  erhältlich.

An der Nordküste am karibischen Meer ist von Juni bis Dezember Wirbelsturmsaison. Reisende in dieser Zeit in dieser Küstenregion werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren erhebliche logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden, jedoch  nur tagsüber. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) bleibt. Wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr sollten Nachtfahrten (auch mit Bussen) im ganzen Land vermieden werden.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks oder durch Erdrutsch zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten mangels Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Reisende sollten daher kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren.
Kürzlich sind wieder Fälle von Fluggepäck-Umlabelung vorgekommen. Die Banderole wird im Gepäckbereich des kolumbianischen Abflughafens vom Koffer eines Reisenden entfernt und an einem mit Kokain gefüllten Koffer angebracht. Am Zielflughafen (in Europa) wird der Koffer von einem Komplizen vom Band genommen. Sollte der Koffer jedoch zuvor von der Drogenfahndung entdeckt werden, ist der Reisende in Erklärungsnot, dass es sich bei dem sichergestellten Gepäckstück nicht um den von ihm selbst aufgegebenen Koffer handelt. Ein Foto, direkt an der Gepäckaufgabe mit sichtbarer Banderole aufgenommen, kann den Beweis erleichtern.

Reisende müssen an den Flughäfen mit eingehenden Kontrollen des Gepäcks und mit körperlichen Durchsuchungen rechnen.
Bei Gepäckdurchsuchungen wegen Drogenverdachts sollte unbedingt ein unabhängiger Zeuge hinzugezogen werden. Drogenbesitz führt zu hohen Strafen in kolumbianischen Gefängnissen.

Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
 

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

LaCita Reise- und Sicherheitshinweis
Herausgeber: pIL: hudy99
Besitzer: pIL: hudy99
Publiziert am: 01.05.2012 08:17
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