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Reise- und Sicherheitshinweis: Chile

Karte
Chile

Stand 13.10.2016
(Unverändert gültig seit: 13.10.2016)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In der Umgebung von Temuco (VIII. und IX. Region) kommt es derzeit vermehrt zu gewaltsamen Ausschreitungen. Gelegentlich werden dort auch Fahrzeuge angegriffen und Fernstraßen gesperrt. Die Polizei rät, nachts (20:00 bis 08:00 Uhr) keine Fernstraßen in der IX. Region und Umgebung zu befahren. Besucher sollten aufmerksam sein und sich bei Übergriffen defensiv verhalten. Der Besuch ärmerer Wohnviertel, ohne ortskundige Begleitung, sollte vermieden werden.

Im ganzen Land kommt es im Zusammenhang mit innenpolitischen Auseinandersetzungen immer wieder zu Demonstrationen, teilweise auch mit gewaltsamen Ausschreitungen. Reisenden wird geraten, sich von eventuellen Protest- und anderen gewaltsamen Aktionen im Land fernzuhalten, ggf. Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen und die weitere Entwicklung in den Medien bzw. vor Ort verfolgen. Ausländern, die sich an gewaltsamen  Demonstrationen beteiligen und/oder in ihrem Umfeld festgenommen werden, droht die Abschiebung.

Kriminalität

In ganz Chile - insbesondere in der Innenstadt und dem Stadtteil Bellavista von Santiago, sowie in Valparaíso, Viña del Mar, Calama und San Pedro de Atacama - kommt es regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl bei Touristen, häufig unter Gewaltanwendung. Die Täter verwenden manchmal sog. K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte, die die Opfer für mehrere Stunden handlungsunfähig machen. Eine weitere Variante ist der sogenannte Vogelkot-Trick. Touristen wird dabei eine nach Vogelkot riechende breiige Flüssigkeit übergeschüttet. Umgehend leisten Umstehende „Hilfe“ beim Reinigen. Währenddessen nutzen deren Komplizen die Ablenkung der Betroffenen blitzschnell zum Diebstahl. Bitte versuchen Sie daher Abstand zu halten und, sofern möglich, sofort den Ort des Geschehens zu verlassen.

Einbrüche in Mietwagen sind keine Seltenheit mehr. Zunehmend kommt es auch zu Überfällen auf wartende PKWs an Kreuzungen und Ampeln. Die Täter schlagen die Autoscheibe ein, um z. B. Taschen vom Beifahrersitz zu entwenden. Taschen und Wertgegenstände sollten möglichst an einem von außen nicht sichtbaren Ort verstaut werden. Darüber hinaus werden parkenden Mietwagen die Reifen zerstochen. Während Umstehende „Hilfe“ leisten wollen und die Betroffenen in ein Gespräch verwickeln, nutzen deren Komplizen die Lage für einen Diebstahl aus. Bringen Sie in solchen Situationen Ihre Wertsachen in Sicherheit und verlassen Sie umgehend den Ort des Geschehens. Wegen der Panne sollten Sie die Mietwagenfirma unterrichten, die Ihnen ggfls. einen Abschleppdienst empfehlen kann.

In Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen,  am Strand, in Restaurants, Cafés und Supermärkten sowie bei Metrofahrten sollte man sein Gepäck bzw. seine persönliche Habe nicht aus den Augen lassen und möglichst immer in unmittelbarer Nähe haben.

Insgesamt ist große Vorsicht geboten. Insbesondere Reisepässe, Führerscheine, Flugtickets und Geld/ Kreditkarten sollte man im Hotel verschließen oder sicher am Körper tragen.

Vulkanausbrüche/Erdbeben

Die Mitte 2015 beobachteten Aktivitäten der Vulkane Villarica  und Calbuco  sind wieder abgeklungen. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten, da sich die Situation vor Ort kurzfristig ändern kann. Etwaigen Anordnungen der lokalen Behörden ist stets Folge zu leisten.

In den letzten Jahren waren darüber hinaus folgende Vulkane aktiv:

-Vulkan Llaima im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania (häufige Ausbrüche, zuletzt 2008 und 2009)

-Vulkan Chaitén in der Región de los Lagos (letzter Ausbruch 2008)

-Vulkan Puyehue in der Región de los Riós (letzter Ausbruch 2011)

-Vulkan Lascar in der Región de Antofagasta (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011)

-Vulkan Hudson in der Región de Aysén (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011)

-Vulkan Copahue in der Región de Bío-Bío (vermehrte vulkanische Aktivität im Mai 2013)

Chile ist ein erdbebengefährdetes Land, in dem  immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden muss. Das jüngste schwere Erdbeben ereignete sich am 16.09.2015 mit einer Stärke von 8,4 auf der Richterskala und betraf insbesondere die nördliche Region Coquimbo. Das Beben forderte 13 Todesopfer.

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,2 auf der Richterskala  am 1. April 2014 im Norden Chiles (Regionen Arica y Parinacota, Tarapacá und Antofagasta) gab es sechs Todesopfer.

Kleinere Beben sind an der Tagesordnung. Reisende sollten sich deshalb vorab mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und insbesondere daraus resultierenden Tsunamis vertraut machen. Bei dem letzten Beben wurden aufgrund der Tsunamiwarnung innerhalb kürzester Zeit knapp 1 Million Personen entlang der gesamten chilenischen Küste in die angrenzenden Hügel evakuiert. 

Weitere Hinweise unter gfz-potsdam.de  

Auf der Website der chilenischen Katastrophenschutzbehörde Onemi finden sich ständig aktualisierte Informationen unter www.onemi.cl.

Gefährdung durch Landminen

Unter der bis 1990 herrschenden Militärregierung wurden im gesamten Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten, an verschiedenen kleineren Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) fast zweihunderttausend Landminen verlegt. Die chilenische Regierung hat bereits vor mehreren Jahren die Räumung dieser Landminen veranlasst. Die Räumung ist an der Grenze zu Argentinien abgeschlossen, kommt aber im Norden und insbesondere an der Grenze zu Peru nur langsam voran. Aufgrund schwerer Regenfälle im Februar 2012 wurden einige Minen im Küstenbereich an der Grenze zu Peru an die Strände geschwemmt.

Auf den öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt. Allerdings ist die Kennzeichnung der Minenfelder nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Insbesondere in abgelegenen Gegenden sollten Reisende sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen bewegen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

LaCita Reise- und Sicherheitshinweis
Herausgeber: pIL: hudy99
Besitzer: pIL: hudy99
Publiziert am: 01.05.2012 08:17
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